Ukrainische Seele trifft auf europäische Moderne
Das Konzert am 2. März 2025 war eine tief berührende Begegnung zweier musikalischer Welten. Das Duo Malikì (Chiara Raimondi, Stimme und Markus Korda, Akkordeon) lud die ukrainischen Musikerinnen Anna und Svitlana Sonyk ein, um gemeinsam ein Programm zu gestalten, das weit über bloße Unterhaltung hinausging.
Im Zentrum des Auftritts stand die Bandura, das ukrainische Nationalinstrument. Anna Sonyk, eine preisgekrönte Virtuosin, verzauberte das Publikum mit den sphärischen Klängen dieser Lautenzither, die als Symbol für die Freiheit und die Geschichte der Ukraine gilt.
Der zweistimmige Gesang von Mutter (Svitlana) und Tochter (Anna) schuf eine Gänsehaut-Atmosphäre. Die Lieder erzählten von Heimat, Verlust und unerschütterlicher Hoffnung.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Duo Malikì verschmolzen ukrainische Volksweisen mit Jazz-Elementen und europäischer Weltmusik. Dies verdeutlichte, wie organisch sich die ukrainische Kultur in den europäischen Kontext einfügt.
Svitlana und Anna Sonyk, die 2022 vor dem Krieg nach Deutschland flohen, agierten als Kulturbotschafterinnen. Sie nutzten die Bühne des KulTOUR Karussells, um die Tiefe und Schönheit ihrer Heimat für die Menschen in Hannover unmittelbar erlebbar zu machen und durch die „Magie der Musik“ Grenzen in den Köpfen abzubauen.
© Fotografin Kateryna Botiuk