Der Auftritt des Chores Kalyna am 21. Juni 2025 war weit mehr als nur ein musikalischer Programmpunkt der Fête de la Musique; er war ein lebendiges Zeugnis ukrainischer Identität und kultureller Widerstandskraft.
Mitten im Herzen Hannovers, auf der Bühne am Ernst-August-Platz, präsentierte das Ensemble die Vielfalt und Tiefe der ukrainischen Seele. Mit ihren traditionellen, kunstvoll bestickten Gewändern (Wyschywankas) schuf die Gruppe bereits visuell eine Verbindung zu ihren Wurzeln. Musikalisch beeindruckte der Chor durch die charakteristische Mehrstimmigkeit, die von melancholischen Volksweisen bis hin zu kraftvollen, hoffnungsvollen Hymnen reichte.
Durch die Darbietung traditioneller Lieder machte „Kalyna“ die reiche Folklore der Ukraine für ein breites Publikum erlebbar. In einer Zeit, in der der Schutz der eigenen Kultur eine besondere Bedeutung hat, fungierte der Chor als kultureller Brückenbauer. Die Sängerinnenzeigten eindrucksvoll, dass Musik eine universelle Sprache ist, die Grenzen überwindet und die Geschichte sowie die unerschütterliche Hoffnung eines ganzen Volkes transportieren kann.
Der Chor „Kalyna“ wurde 2006 aus eigener Initiative des Vereines „Ukrainische Studierende in Niedersachsen“ unter der musikalischen Leitung von Nataliya Kostyanova gegründet.
In den ersten Jahren seines Bestehens nahm der Chor an traditionellen ukrainischen Feierlichkeiten in Hannover und deutschlandweit, Universitätsveranstaltungen, Gottesdiensten sowie an den Festen im Ausland aktiv teil.
Im Jahr 2014 trat Liudmyla Khun als zweite musikalische Leitung dem Chor "Kalyna" bei. Im selben Jahr begleitete der Chor das erste ukrainische Wohltätigkeitskonzert in Hannover. Alle während dieser Veranstaltung eingesammelten Spendengelder gingen zur Unterstützung der weisen und erkrankten Kinder in der Ukraine.
Auch heute bereitet der Chor "Kalyna" mit ihrem ukrainischen Gesang allen Musikliebhabern auf verschiedenen Kulturveranstaltungen wie Fest der Kulturen, Feté de la Musique, Migrationskonferenzen viel Freude und Vergnügen.
Ab dem Jahr 2022 besteht Chor zur Hälfte aus der Geflüchteten Ukrainern.
© Fotografin Kateryna Botiuk